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wobey sie jedoch nicht merklich auf Seiten der sanftemSitten gewinnen. Zwischen ihnen und dem CantonSchweiß ist der Canton Unterwalden, der sich auf eineso anffallendc Weise von allen, die ihn umgeben! , unter-scheidet. Eine starke, aber langsame und mclamcholifcheArt Menschen bewohnet ihre Gebirge; man kann sichnichts sanfters, nichts menschenfreundlicheres wohl-thätigeres vorstellen, als dieses liebenswürdige Volk, beywelchem die Gastfreundlichkcit dergestaltzur natürlichenTugend geworden , daß jeder, der ;u Fusse reiset,und durch eine etwa so ungekünstelte Leute beleidigendePracht sie nicht vor den Kopf stößt, von Hütte zuHütte gehen kann , um in jeder ohne Entgcld einen Zu-fluchtsort ;u finden, der ihm von ganzem Herzen ange-boten wird. — Die Giarner sind thätig, rastlos, arbeit-sam , und von allen Alpenbcwohnern diejenigen, wel-che die wenigste Anhänglichkeit an ihr Geburtsland ha-ben ; da man hingegen das gute Hirtenvolk im CantonAppenzell mit aller Mühe nicht davon losreissen kann.Diese sind ganz einfach, aufgeräumt, und dabey arbeit-sam ; sie bezaubern durch das Sanfte ihrer Sitten, undintcreßircn vermittelst ihres anmuthigen Witzes. Dieganze Schweitz ist voll von den launigten Einfallen, dieihnen haufenweise entrinnen, deren ciniche durch ihreLebhaftigkeit stachlicht, andre durch das ihnen eigenesllaif^ auszeichnend werden. Kein Sommer vergeht,daß nicht ganze Gesellschaften von den ausgezeichnct-sttli Männern von Zürich und Echafhausm zu Fußeine Wallfahrt ins Appcnzcllerland machen , »nn einPaar Wochen mit den dortigen Hütten zuzubringen.Der berühmte Gesiner, sein Freund Füßli , Die Drei-finget, ssavnter und andere, haben diese interessante5eeise gemacht , mrd machen sie immer mit neuem Ver-gnügen. Diesen habe ich eine lächerliche Bemerkung zn