verschiedenen Kammern eingesendt, welche dann das,was über ihre Competenz geht, weiter vor Rath od>ervor d>e LL. bringen.
Der Kriegs - Etat des ganzen Landes ist eine Auswahlvon 51000. Mann Infanterie, zwey Regimentern Dra-goner , und zwölf Kompagnien Artillerie. Seit demJahr 1768. sind noch über die 51000. Mann Infanterie,dreyzehn Jager - Kompagnien errichtet worden. Ein jederBürger oder Angehörige ist ein gebohrnec Soldat seinesVaterlands. Jin sechszehnten Jahr weiset man ihn» sei-n'e Stelle in einem Regiment an, und erst im sechszig-sten wird er alles Diensts entlassen.
Ein Regiment besteht aus 2400. Mann, und wirdin vier Bataillons, jedes zu vier Kompagnien von 150.Mann eingetheilt. Jeder Soldat schafft sich die Waffenund das Uniform auf seine Kosten an , und ist verbun-den sich jährlich zwanzigmal bey den Waffenübungen ein-zufindcn ; die General-Musterungen nicht gerechnet, diejedes Jahr durch Majors gehaltm werden, welche übergewisse Districkte gesetzt sind. Jedes Bataillon hat feinenSammelplatz, wo sich jeder Soldat, auf ersten Befehl,mit einer Provision Brod für drey Tage, und einer ge-wissen Anzahl Patronen einfindet. Von Distanz zu Di-stanz sind Wachtfeuer errichtet, wohin zu KriegszeitenMannschaft gestellt wird. Diese Wachtfeuer sind hohePyramiden von brennbarer Materie. Eines kann immerdas andre sehen. Sobald sie angezündet werden, greiftder ganze Canton zu den Waffen.
Es sind in dem Canton zwo Akademien; die einezu Bern, die andre zu Lausanne. Die Akademie zuVern steht unter dem Schulrath, welcher aus vierRathsherren, sechs Gliedern von den CC. allen Professo-ren , und drey Pfarrherren besteht.
Die Sachen, welche die Religion betreffen , hangen