Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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„ der deutschen Sprache noch viele Begriffe ausbleiben,„ die keine eigene Namen haben, geschicht aus keiner„ andern Ursache, als weil Deutschlands sinnreichste„ Köpfe bisher lieber in der Lateinischen als in ihrer*, Muttersprache geschrieben haben. Die Sprachen be-„ reichern sich nicht mit guten Wörtern, als wenn geschick-„ te Männer anfangen in derselben zu schreiben, u. s. f. „

Wer bemerkt nicht, wie 23. in diesem Blatt Lehre undBeyspiel zugleich giebt, und sich darinn einer besondernReinheit des Styls beflissen hat, gegen welche die vor-hergehenden Stücke, und auch viele von den folgenden,noch vielfältig anstiessen. Uebcrhaupt aber, unpartheyi-scher Leser! Ich bitte , ich bitte: Wie viel ist nicht in un-sern sogenannten aufgeklarten neuesten Tagen über deneben angeführten Gegenstand, von den größten und klein-sten Männern, gedichtet, gerichtet und gefaselt worden,daß der gleich ausgezogenen Stelle an Gründlichkeit undBestimmtheit nicht die Füsse wascht!

Das siebente Blatt über die Vorzüge der Einsam-keit enthalt meist eine nicht unfeine prosaische Ueberse-tzung von Horatzens II. Buch. VI. Sät. Don Leuthen,welche immer Gesellschaft haben müssen, heißt es mitattischem Salze : »Sie sind todt, so sie nicht durch an-„ derer Leuthc Zuspruch geflossen , und in Bewegung ge-» bracht werden. Man muß sie nicht minder als eine» Laute stimmen, wenn man will daß sie einen Thon„ von sich geben

Irr' ich mich , wenn ich hoffen darf, daß schon dieangeführten Stellen aus unserm Sittenmaler, manchenmeiner , versteht sich unbefangenen, Leser zur Lektur desGanzen reißen wird; und ich setze meine Ehre zumPfand , daß es keinen aus diesen gereuen wird. Nocheins : Ohne mein Erinnern wird man schon wahrgenom-men haben , daß , wenn in den angezogenen Blättern