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Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
Entstehung
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zu Leipzig uns Licht stellte, und welche nachwerts bisauf sieben Auflagen erlebte 14 ). Die erste begleitete ermit einer Zuschrift an zwey junge pommersche Edelleu,the, ebenfalls von ritterbürtigem Geschlechte, Johannund Alexander von Gstheir , und macht sich darinnnicht unfein über gewisse gelehrte Windmacher lustig, die,anstatt nach brauchbarer und gründlicher Wissenschaft zustreben , lieber auf dem Meere — jagen, in der Luft —fischen, und besonders — ohne Federn fliegen wollen.Von seinem angehnden Dichtertalente redet er mit'grosserBescheidenheit; an seinen jungen Freunden hingegen rühmter weder ihren Reichthum noch ihren Stand, son-dern (was eben bey dem letztern so selten zu finden sey)ihren fast unglaublichen Fleiß in Erwerbung schönerund nützlicher Kenntnisse 15 ).

§.

In Leiprig hatte unter andern der jüngere RudolfAgrikola.unsern Hütten kennen gelernt, und von ihmschon phyflognvmisch grosse Dinge erwartet i6). Hinge-gen wußten, wenigstens noch kurz vorher, die Seinigenkaum, in welcher Erdgegend er sich aufhielt; ausser daßeine- Tags das tröstliche Gerücht zu ihren Ohren kam:Er laufe zu Braunschvoeig (in Lrnnonis nrbe) wie einBetler herum. Sein Vater war daher höchlich über ihnausgebracht, und hielt nebenbey die Gattung Studien,auf welche sich Ulrich legte — das Versemachen nichtausgenommen — mit so vielen ankern geschornen undungeschornen Herren seiner Zeit, für eine brodiose Kunst,und eigentlich keiner Bohne werth; so sehr eS ihn dennwieder jücken mochte., wenn ihm die erstcrn wie die letz.tern zu dem liebenswürdigen und hoffnungsvollen jungenRitter Glück wünschten, der nun gar — im Druck er.schienen war; nur daß jene mit einem Seufzer hmzusetz.