Band 
Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
Entstehung
JPEG-Download
 

;-6 ■w—mfr—. im

endete, wo jenseits das Reich von Schwaben anstieß. DerKönig von Arie, Thurikus, der zugleich König in Li-zione war, baute an fein Ufer einen Gränzplatz, und hießihn nach seinem Namen Turicum. Einiche hundert Jahrehernach that der König der Schwaben, Suevius , eingleiches auch an seinem Ufer. Weil aber die damaligenKönige empfanden, daß diese Städte, wohl zmcyerleyHerrschaft, doch zulammen nur Eine seyen, entschlossensie sich, selbige würklich zu vereinigen, und darum Durc-FUM, das ist die Stadt Duorum Regum, zu heissen. Nachdem Lhurikus und Suevus zahlte man auch zu Süf.tern die Kaiser Julius, Dioklcrianus, und endlich Carlden Grossen und König Ludwig.

Eine solche Geschichte braucht heut zu Tage keine Wi-derlegung. Aber obwohl dafür zu halten ist, daß Zürch,eine der ersten Wohnungen dieser Landen, seinen Ursprungmehr einzelen planlos erbauten Hütten, als den Absichteneines Monarchen zu verdanken habe, so möchte doch injener Erzehlung nicht alles grundfalsch seyn; denn Ueber,lieferungen können durch das Aller unkennbar werden,ohne ihren Grund zu verlieren. Julius Eafar hat dieverbrannten Städte der Hclvetier wieder zu bauen befoh.len. Diokletian ist durch die Legende unsrer HeiligenFelix und Rcgul bekannt, und hat vielleicht Zürch wie,der gebaut, so wie es Winterthur bedurfte. Carl undLudwig erhöheten die Würde des Orts durch die Verherr-lichung dortiger Stifte. Wer weißt, was unter den Kö-nigen von Arie und Schwaben etwa Wahres steckt?

Stumpf, ein Mann voll Kennlnisse und Urtheils,kraft, getrauet sich zwar nicht, diesem Glauben seinerZeitverwandten zu widersprechen; haltet aber, in der Vor-aussetzung, daß Zürch stnt den Römern ein offener Fle-ken geblieben sey, dafür, daß die Befestigung deffelbtge»von Carl dem Ferrer, angefangen und von Deren deur