Hauptwerke, sonderlich den ausser,, Burggraben derkleinen Sradt *).
Ist es, in Mangel gewisser Nachrichten, erlaubt, aufMukhmaassungen zu fallen, so will ich die meinige über dieEinschliessung beyder Städten in Eine, oder die Entstehungder alten Stadtmauern cröfnen, ohne sie remandem aufzu-dringen; und darum wird sich niemand verwundern, wennmich bedünkt, daß in der Erzählung vorn König Thuri-kus von Arlcs eine vergessene, hichcr gehörige Wahr-heit stecke.
Daß die Limmach jemals die Gränze zweyer Reichengewesen, widerspricht aller Geschichte. Daß zwey Städtedieser Lage verschiedner auch oft feindlicher Herren sichviele Jahrhunderte durch vertragen und in Eines sich ver-einigen können, ist gar nicht wahrscheinlich. Der Glaubekömmt von dem alten Namen der Stadt Ouregum her,welches in der Zeit wo man Geschichte in den Wörternsuchte, und ihre Tortur Gelehrsamkeit war, für CivitasDuorum Regum ausgelegt wurde. Mußte man aber zweyKönige ausweisen, so schickten sich wirklich keine besser,als einer von Aule und einer von Schwaben, da Hclvc-ticn zwischen beyden getheilt war. Aber eben das beweisetdie Neuheit der Tradition, weil das Königreich Bur-gund erst im X. u. XI. Säe. den Namen von Arlcs ge-tragen hat. Darf man aber nur Einen Herrn überZücch annehmen, und ist Sucvus eine offenbar falschedoch ältere Person als der erdichtete Bcrosus — ist hin-gegen historisch wahr, daß Könige von Arlcs gewesen, de-ren Reich sich von Marseille bis weit in die Schweig er-streckt hat, so kommen wir auf nicht zu verachtende Spuh.
«) Stumpf. L. VI. 15. — Aichtbrief. p. 67. Die Mauern
hinter dem Renuweg sind in oder gerade nach dem alten Mch,
krieg erbauet morven. S- Ulrichs Juden.Chr. p. 40. scqq. ver-glichen Illit Albert. Argent. 134g. p. 149.