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Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
Entstehung
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fentlichen Academien ausgeschlossen blieben , hatten hierZutritt. Zweymal las Vernet in dieser Gesellschaft; sieerhielt sich aber nicht lange. Die andern Academien unddie Jesuiten ruhten nicht, bis sie zu Grunde gieng.

Im I. 172$. erschien zu Paris ein seltsames Religion-«Phänomen. Man behauptete, daß an dem Frohnleich«uamsfcsie bey der Prozession in der Vorstadt St. Antoineeine Frauensperson, Namens Margaritha La Fosse, aufdie Anrufung des Heilandes plötzlich von einem Blutflussegeheilt worden sey. Sogleich schrie man Mirakel, undder Kardinal von Noaillcs unterstützte diesen Wahn durchein Mandement unterm 10. August 1725. Hiebcy hatteman eine gedoppelte Absicht , einerseits die Empfehlungder Appellanten, anderseits die Bekehrung der Reformir.ten, welche durch die Wunderkraft einer geweyhten Hostiegerührt werden sollten. Zur Untersuchung der Erschei-nung wurde Vernet so wohl ans eigner Neigung gereitzt,als auch durch die Aussodecungen eines Jacob Saurins,Mauclerc, Beausobre u. a. ermuntert. Nach genauerPrüfung verfertigte er über den Handel einen erdichtetenBriefwechsel zwischen einem Iansenisten und einem Arzte,welcher letzt« den Prozeß ganz natürlich erklärte. DieHandschrift schickte er an Türretin, der sie im I. 1726.durch den Druck, jedoch ohne Nennung des Verfassers,bekannt machte. Eine zwote Ausgabe erschien bald dar«auf in London. Diese Schrift bestritt im I. -727. Ho«qulnet, ein Doctor der Sorbonne. Es entstanden Repli-ken und Dupliken. Freundschaftlich endigte sich von bey.den Seiten die Controvers durch ein Schreiben Vcrnets,vom 2;. April 1728, welches in den XIXten Band derBibliotheque germanique vom I. 1730. eingerückt worden.

Gegen Ende des Jahres 1723. schickte sich Vernet an,mit einem Freund nach Italien ju reisen. Eben damals