und nunmehr mit gleicher Thätigkeit sein Landgut, wievormals ein ganzes Königreich, regierte. Die glänzendesteRolle zu Rom spielte der Kardinal von Pvljgnac, undauch bey diesem hatte Vernet öftern Zutritt. In Romfand er wieder den Präsidenten von Montesquien. Durchdiesen gerielh er in Bekanntschaft mit Cerati , nachhcri»gem Provisiore der Universität Pisa, und Freund des gros.sen Ganganelli. Auch hatte er Umgang mit dem DoclorLeprotti, nachherigem Arzte des Papstes. Unter den Ge.lehrten, die er am meisten besuchte, erwähnen wir nurden Kardinal Davia, den berühmten Assemanni, den da«mals erst aufblühenden Metastasio, den Gravina u. a.
Von Rom begab sich Vernet mit seinem Gefehrten nachNeapel. Nach Ostern im I. 1729. kehrte er nach-Venesdig zurück. Zu Florenz erhielt er durch den Abbt Venutidas patent eines Mitgliedes der Akademie von Cortona.Von da aus schickte er ein Schreiben über den litterari-schen Zustand von Italien nach Genf, um es in die Bib-liotheque Italique einrücken zu lassen. Zu Venedig hörteer den Farinelli; auch sah er den ValUsuieri von Padua.Mit diesem letzter» unterhielt er. sich schriftlich über dieUrsachen von der Tonstimmr der Eunuchen. Ein Schrei«den über diesen philosophischen Gegenstand wurde hernachder Bibliotheque Italique milgetheilt. Zu Verona sicher den Scipio Massel, der ihn mit allen klastischen Kunst-werken in seinem Hause und in der Stadt bekannt machte.Auch erklärte er ihm die Einrichtung des Amphitheaters,welches zwar viermal kleiner ist als das römische, hinge,gen aber ganz hergestellt worden. Zu Mailand sah erbey der Gräsin Boromäa eine physikalische Seltenheit,wovon er die Beschreibung in die Bibliotliequ« Italiqueeinrücken lassen.
Nach seiner Rückkehr ins. Vaterland lebte er in demHause des Türretins. Daselbst genost er den Umgang ei.