»Zur Ueberreichung dieser Bittschrift haben wir den»Schatten des Cyrano de Bergerac erbette». Wir wün«,, schen , daß Dero durchlauchtes Angesicht in unauslösch-»lichcm Glänze strale, und empfehlen uns Dero wohl-«thätigen Einflüssen u. f. w. „ — So erlaubte sich auchder ersthafte Denker Spiele des Witzes; aber von derkurze» Erholung kehrte er bald wieder zu wichtigern Ge-genständen zurück.
Von Paris hatte Vernet drey handschriftliche Aufsätzeüber das Nachtmal mit sich gebracht. In denselben suchteder ungenannte Verfasser die Schwierigkeiten der Brod.Verwandlung durch ganz sonderbare Hypothesen aus demWege zu räumen. Vernet gab sie im I. 1730. zu Genfheraus , und zwar mit einer Einleitung und einem An-hang, worinn er bewieß, daß die ersten Christen an keinephysische Brodverwandlung gedacht haben.
Den 19. May 1730. erhielt er eine Landpfarre zu Iüs.sy; den 8. Febr. 17;!. nahm er die Pfarre zu Saconexunweit der Stadt an. Die Abhandlungen des Türretin6e veritate religionis christianae kleidete er damals inein französisches Gewand. Kaum trat er sein neues Amtan, so mußte er sich für einen Monat lang entfernen, undzwar aus Ursachen, die seine Entfernung vollkommen recht-fertigten.
Von einer Dame vom höchsten Rang, die aber verbor-gen seyn wollte, hatte Türretin eine sehr beträchtliche Bey.steuer für die Vertriebnen Waldenscr erhalten. Die Aus,theilung anvertraute er seinem Sohn und Verneten. Die-ser wirkte zu Bern einen Befehl aus, daß ihm bey demgottseligen Werke die Landvögte und Prediger beystehensollten. Auf der Reise besuchte er zu Neuenburg Oster.walden, mit dem er in Briefwechsel trat. Ein Jahr her.nach erhielt er obrigkeitliche Erlaubniß, sich noch langerund weiter von seiner Pfarre zu entfernen, um Türrelins