Band 
Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
Entstehung
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Im I. >7;y. erhielt er den Lehrstuhl der schönen Wissen-schaften und der Geschichte. Seine Antrittsrede erschienunter der Aufschrift: De humaniorum litterarum usu &cpraestantia. Dieses akademische Lehramt hielt ihn vontheologischen Studien und Pastoralgeschäften nicht ab.Im I. i? 4 i. schrieb er einen historischen Kinder-Catechis.mus. Dieses Elementarbüchelgen der Religion ist dieEinleitung zu einem grössern Werke, anfänglich ganz be-sonders für die jungen Grafen von Schaumburg-Lippe be.stimmt, Instruktion Chretienne, Dieser christliche Lehr-begriff ist lichtvoll und praktisch, ohne scholastische Termi,nologie. Wer sollte wohl glauben, daß es ein Zinzendorfhätte wagen dürfen, einen solchen Verfasser unter seineMitgenossen zu zählen? Indeß wiedmete der Bischof derMährischen Kirche unserm Vernet und dem Pros. Lülliuein Werkgen, unter folgender Aufschrift: „Das Lamm„Gottes, in den Jahren 1740. und 1741. den Brüdern„ verkündigt, und der Kirche zu Genf dargestellt So wohlin der Biblioth. Germ. als in dem Journal de Neuchätelbeschwerte sich Vernct über Zinzendorfs Zudringlichkeit. Inletzterm Journal (Novembr. 1741.) befinden sich folgendeBriefe:

„ Vernet an den Grafen von Zinzendorf.

„Ich bin Ihnen Antwort schuldig auf Ihre Zuschrift,„worinn Sie mir ihre glückliche Ankunft in Marienborn„melden; und wie sehr wünschte ich nicht, nur hierüber«antworten zn müssen! Ich hätte nichts zu schreiben, alS„Danksagungen, Beglückwünschungen, Versicherungen„meiner Hochachtung und Ehrfurcht, wozu mein Herz„mich von selbst antreibt. Allein wie sehr wurden nicht„Herr Lüüin und ich überrascht, unsere Namen, und„selbst den Namen der Genferschen Kirche an der Svihe„eines Buchs zu erblicken, von dem man uns vorher nicht»die geringste Idee gegeben, und über dessen ZueignungS.