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für die herrschende Religion ansetzn. Ganz natürlich emspörte sich die Geisilichkeit zu Genf bey einem solchen Ge.mälde. Unterm io. Febr. i??8. widersprach sie demsel-ben in einer öffentlichen Declarati»». Zum Beweis ih-res Amtseifers hatte sie bald hernach Rouffeaus Julie alsein gefährliches Buch bey der Obrigkeit angegeben. Dader Verfasser abwesend war, so begnügte sich diese, denVerkauf des Romans zu verbieten.
So wohl wegen der Declarakion der genferschen Geist,lichkeit, die gleichwohl sehr höflich war, als wegen desobenerwähnten Schreibens an Formey, zog sich Vernet jelanger je mehr d'Alemberts und Voltairens Sport zu.Im August 1760. verbreitete sich durch die Stadt eineBrochüre, unter der Aufschrift: Dialogues chretiens, ouPreservatif contre ['Encyclopedie , par Mr. V. ä Ge-neve, 8- In dem ersten dieser Dialogen treten ein Prie.ster und ein Encyklopädist auf; dieser als ein Weiser, je-ner als Schwärmer und Dummkopf. In dem zweytenGespräche verschwören sich gegen die Encyklopädie gemein,schaftltch ein katholischer Priester und ein protestantischerTheolog, und zwar ohne daß sie sich alle die Betrügereyenverbergen, vermittelst deren sie ihr Interesse und ihre Ra,che befriedigen. Alles dieses war so unbestimmt, daß Ver»»eten kein Gedanke einfallen konnte, als ob es ihn geltensollte. Ein Freund aber versicherte ihn, daß dasjenige,was in der Schrift nur dunkel angeführt ist, in gewissenGesellschaften beym Gespräche zu seinem größten Nachtheilerklärt worden sey; daß man ihm unter anderm vorwerfe:Er habe anvertrautes Gut Hinterhalten; er habe sich Vol.tairen zur Besorgung der Herausgabe seiner allgemeinenGeschichte angeboten, und zwar nicht ohne eigennützigeAbsicht; auch sey er bereit gewesen, in einer Vorrede un-ter eigenem Namen die frommen Seelen über den Jnnhaltdieses Werks zu beruhigen u. s. w. Voltaire wollte die