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gebirge empor; itzt glänzte ihr ewiger Schnee wie Purpur,und reines Gold deckte das sanftere Thal! Alles stuhndin vollkommener Schönheit, und jedes Geschöpf fühlteneues Leben.
Oft saß ich am späten Abend, wenn ich von Geschäftenentlastet nach Kühlung mich sehnte, unter die Linde desDorfs, die unsere Ahnen an's User gepstanzt, und sie derFreundschaft und der Liebe geheiligel haben, hörte da denmuntern Scherz der Jünglinge und Mädchen, und sangmit ihnen ihre ländlichen Lieder. Nicht selten kamenBürger aus der nächsten Stadt, und mischten sich in diefrohen Reih'n, und erzählten Neuigkeiten aus der grossenWelt... Oft gieng ich beym hellen Mondschein zuDaphms und <5hloc; oder ich betrachtete einsam dieschwebenden Welten in dem blauen Gewölbe des Him-mels , oder die Bäume und andere Gegenstände, wennder Mond seinen blassen Schein darauf warf. . . .
So verschwanden im Selbstgenuß der reinsten Freudender Frühling und Sommer! Dann kam der segnendeHerbst. Noch schmückten eine Menge Blumen die Fluh-ren ; die Bäume bückten sich von der Last der goldenenund purpurgestreiften Früchten, und die Rebengebirgeprangten mit den edelsten Trauben. Alles überströhmtein vollem Segen!
O! wie entzückend war anf einer Anhöhe der herbstli.che Morgen: Wenn bey Hellem Fimmel die Sonne hinterdem Berg hinauf kam, und der Nebel gleich einem Seedas Thal bedeckte, aus welchem die Hügel gleich Inseln em.porstanden! — Wie entzückend der Mittag: Wenn der dickeDunst schwand, und die schöne Natur mit ihren mannig-faltigen Farben von neuem sich zeigte! — Wie entrückendder Abend, wenn die Chöre der Jünglinge und Mädchenmit frohen Gesänge», und mit reichem Herdst.Segcn be-lastet, die Weinberge verliessen! Noch höre ich die har»