Band 
Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
Entstehung
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Und nach und nach das dumpfe Thal bestrahlet;

Da hier der Berg noch langem Schatten streckt,

Der mich vor Titans Strahlen deckt.

Mein Fuß! nimm s.hnellre Flügel an,

Bevor das Mvrgenkühl der Sonne Ankunft mindert,

Und mich ein Schwätzer noch verhindert.

Geschwind! ein Bühel kömmt . . . Flugs eil' hinan!Noch einen Schritt-es ist gethan.

Wie? bin ich bald am Ziele?

Mein schneller Fuß enttrug mich schon der Schwätzer Spur

Hier will ich sitzen, und am Farbenspicle

Der vor mir liegenden Natur

Die Sehnsucht meiner Augen laben,

Die in der Wände Dunkelheit begraben,

Schon lange keinen Blick in's freye Feld gewagt.

Schön ist mein Sitz anf Moos!

Gelagert unter einem Baume,

Dom Sonnenstrahle frey in seines Schattens Raume,Wie ruhig ist mein Leos!

Wenn kühler Lüste Hauch im Zwillingsdvlder wehet»Manch Blatt vorn Zweige pflückt — Ach sehet.'

Wie es sich bin und her iu kleinen Wirbel» drehet»

Und endlich fällt . - - Wohin? Mir in den Schoos,.

O Land! o Aufenthalt der nnvergällten Freude!

Du giebst dem Herzen Lnst, den Augen stete Weide;

Und welcher Sinn ist bey dir unvergnügt?

So oft ich diese Trift besteige,

Und mein Gesicht zu dir herunter neige,

Dann ist die Seele ganz in Frieden eingewiegt.

Zu meinen Füssen ragt noch halb aus Schult und GrausEin' alte Trümmer — nun der Nattern Haus,'

Won Dornen rund umkrochen.

Hier wäre Timvns menscheneckler Wille,

Zu trauern in der ernsten Stille,

Die jedem menschcnfrohcn Swift ')

') Ein Lacher der Cngcllauder, wie Rabener der Teutschen.