Uni sich selbst gründliche Einsichten in die Geschichte tm,sers Vaterlands zu verschaffen, stieg er bis zu ihrem Ur-sprünge hinauf, und trachtete, wie ältere und neuere vor-handene Versuche solches beweisen, sich von demselben,den Sitten, dem Charackter, der Religion unserer Vor«altern, mit ungemeinem Fleisse die richtigste Kenntniß zuverschaffen; und mit eben dem Eifer, mit dem er diesenGegenstand bearbeitete, knüpfte er an den gefundenen Fa.ken die Reihe der Begebenheiten , die sie ihm bis auf un-sere Zeiten darbot. Wohlleben war es ihm, wenn seineSeele sich in dem Lauf dieses mühesamen Geschäftes mitden Thaten der edeln, tugeudhasten, großmüthige» Män-ner, deren die Geschickte erwähnt, beschäftigen konnte,und sein Geist dadurch zu eben den Tugenden und ebendem Patriotismus entstammt wurde. Wir sehen dieses ausdem Andenken, das sein Herz diesen redlichen Freyheits-vertheidigern bey sich stiftete. Ich gebe mir die Erlaub,uis, auch hievon einige Proben vorzulegen. Von Tcllsagt er:
„Tcll war der Rächer der Freyheit, der Tod der Ty-„rannie. Er eröfnete die Szene, und flößte Muth in die„Herzen der Muthlosen und Unterdrückten. Er brach die„ Bahn zu unsterblichen Thaten, entschleyerte Helvetien,„und gab es seiner Mutter der Frevheit wieder, in um„ sprünglicher Gestalt». Von Hallroyl sagt er:
„Und du Hallwyi, dem die Sonne in Murrens Ge«„filden ins Heldenaug lachte, und den Funken belebte,„der tausend Feinde in den Staub warf! D" religiöser„Streiter! Auf dein Wort bogen sich 20000. Knie, und»beteten zum Gott der Heerschaaren, und erflehten hohen„Sieg. — Dein Beyspiel leite uns, wenn feindliche Waf-„fen im Schlachtftld gegen uns glänzen; und will die„Menge dich schrecken, Schweitzer, dann denke a» den„Gott Hallwyls»!