Des kühlen Monds, am Saum der Wagenburg.
— Noch ungesehn schreckt sie der Alpensohn!
Dom heimschen Liebchen träumte diesem — demDon Beute — andre schreckt das Würgefeld. —i*o. Da schlich's ums Zelt des stolzen Fürstenbergs,
Da schlich es leise , mit Gespenster Tritt,
Und stand vor ihm — ein langer weisser Geist —
Die Arme lahm — ein blutiges GewandUmfivß sie weit, und Tran'r die ernste Mien'.
1*5. So stand's vor ihm: „Kennst du den Bruder nicht ?
Nicht Wolfgang? — Ha! es tränke rachelvsMein Blut Helvetien #) ? Zur Ruhe dochKehr Wolfgang eher nicht ! Auf! Bruder auf!,.
So schreckt's ihn aus dem Herz umäugstcuden130. Geweb des Traums — »Bey Gott! Bey Gott! den TodWird Heinrich rächen — Ha! und Ruhe wohn'
In meinen Busen vor dem deinen nicht! „
Und bis zum Morgenwehen scheucht das BildDom rachentglommnen Busen Fried und Rast!
1 35 « Die Trommel ruft das ruhgcstärkte Heer:
» Den Rasttag feyert heute, Kinder! EhrtDen Festtag Magdalenens! Fröhlich laßtCuch's schmecken was die reiche Flur uns beut;
Jezt jenen nur zum Gruffe Dorneks los! „
140. Er wies auf einen Mordschlund, dessen LastZwölf Pferde hetgesennt — und donnernd flogDer Gtein zerstäubend hinter Dorneks Höh.
Ermuntert durch's Gebot des Feldherrn thatEin jeder was ihm ftommre; jeder folgt145. Des Herzens Neigung — selten einer nur
Dem Steig der Weisheit längs der Tugend Pfad.
Ein Tag, den schöner nicht der junge MayDem blüthcnschwangern Eden aufgeküßt,
Als aus den Thalgcbüscheu Wies' und Hain
*) Wolfgang, der Bruder Heinrichs von Fürstenberg, blieb indem Treffen bey Gchwaderloch, am 1 iten Aprill gleichen Jahrs.