Band 
Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
Entstehung
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Des kühlen Monds, am Saum der Wagenburg.

— Noch ungesehn schreckt sie der Alpensohn!

Dom heimschen Liebchen träumte diesem — demDon Beute — andre schreckt das Würgefeld. —i*o. Da schlich's ums Zelt des stolzen Fürstenbergs,

Da schlich es leise , mit Gespenster Tritt,

Und stand vor ihm — ein langer weisser Geist —

Die Arme lahm — ein blutiges GewandUmfivß sie weit, und Tran'r die ernste Mien'.

1*5. So stand's vor ihm: „Kennst du den Bruder nicht ?

Nicht Wolfgang? — Ha! es tränke rachelvsMein Blut Helvetien #) ? Zur Ruhe dochKehr Wolfgang eher nicht ! Auf! Bruder auf!,.

So schreckt's ihn aus dem Herz umäugstcuden130. Geweb des Traums — »Bey Gott! Bey Gott! den TodWird Heinrich rächen — Ha! und Ruhe wohn'

In meinen Busen vor dem deinen nicht! „

Und bis zum Morgenwehen scheucht das BildDom rachentglommnen Busen Fried und Rast!

1 35 « Die Trommel ruft das ruhgcstärkte Heer:

» Den Rasttag feyert heute, Kinder! EhrtDen Festtag Magdalenens! Fröhlich laßtCuch's schmecken was die reiche Flur uns beut;

Jezt jenen nur zum Gruffe Dorneks los! „

140. Er wies auf einen Mordschlund, dessen LastZwölf Pferde hetgesennt — und donnernd flogDer Gtein zerstäubend hinter Dorneks Höh.

Ermuntert durch's Gebot des Feldherrn thatEin jeder was ihm ftommre; jeder folgt145. Des Herzens Neigung — selten einer nur

Dem Steig der Weisheit längs der Tugend Pfad.

Ein Tag, den schöner nicht der junge MayDem blüthcnschwangern Eden aufgeküßt,

Als aus den Thalgcbüscheu Wies' und Hain

*) Wolfgang, der Bruder Heinrichs von Fürstenberg, blieb indem Treffen bey Gchwaderloch, am 1 iten Aprill gleichen Jahrs.