Und auch jetter Tausendste , wie schnell könne nicht derWechsel seines SchickwIS, wie fürchterlich stin Fall seyn!Da hänge alles von dem Augenwink, der Laune, derWillkühr eines Einzigen ab. Sehr scdicklich habe ein wei-ser Mann das Hosiebcn mit dem arichmctischen Caleul ver«gliechen, der sich '.n dem einten Augenblicke Mit den hoch»sten Grössen beschäftigt, und in Einem Nu wieder unterdie kleinsten sich schmiegen muß. Castus meint: Manmüsse das Beßte hoffen; Misaul hingegen: Ja! Aberman werde sich merst sicherlich betrügen; sage doch selbstder König und Prophet: Man sollte nicht auf Fürstenbau'n- «O, wenn mein Freund mich hören wollte»,(fährt er fort) „würd' er gewiß jene eitcle Hoffnung nicht»um so theuern Preiß erkaufen; den Bogen des Lebens„nicht auf ein so ungewisses Ziel spannen, und die süsse„Ruhe, welche ihm die Cultur seines schönen Geistes ge.«währt, nicht mit solchen Stürmen tauschen, die mich„nun schon a» die zwanzig Jahre fruchtlos herumpeit»„ scheu; durch Frost und Schweiß, Dickes und Dünnes„jagen; mir allen Schlaf rauben, mein Fleisch abmerr„geln, und mir am End nichts anders gewahrt haben,„als die wenig tröstliche Einsicht, wie ich^s anders hätte«machen sollen. Dich hingegen führten die Musen auf„eine vor allen Stoß - und Swlägen sichere Bahn, zu ei*„ner Lebensweise, die dich eines steten reinen Vergnügens„ theilhaft macht..... Cast. Und mich oft der nöthig«„sten Dinge mangeln läßt. Misäul. So wie sie dich„hinwieder auch viel Ueberflüßiges verachten lehrt. Cast.„ Alles recht! Aber itzt ist's ums Nothdürftigste zu thun.„Nachwerts wollen wir uns dann schon wieder mit —„ der Weisheit abgeben». Das dürfte schwerlich geschehn,meint Lsslifaul, und nämlich sein Freund einerseits mitaller Mühe z« jenem nicht gelangen, und mittlerweile am
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