fett zu vergrößern; und schätzten die Aufopferung des Blu-tes und Vermögens ihrer Unterthanen geringe, um mitnoch einigen Meilen Landes zwanzig oder drcyßigtausendederselben zu vermehren , die sie ohnehin schon freudenlosbesessen haben. Eine noch grössere Zahl hat, gleichgül^tig für alles, die Zeit ihrer Regierung im Schooße derWeichlichkeit und Unthatigkeit verschwendet. Ohne Zwei-fel aber waren jene die glücklichsten, welche, mit einergrossen und zugleich empfindlichen Seele begabt, die süftjen Freuden des öffentlichen Wolthuns kannten. Nurin der Uebung dieser Tugend können Könige immer neuesVergnügen finden ; denn die Gegenstände derselben findso ausgebreitet, und so mannigfaltig, daß eine Empfin-düng von solcher Art sich niemals erschöpfen kann , undsich bald mit den Begriffen von Ordnung und Pflicht ver-bindet , welche ihr neue Starke leihen. Auch verbreitetdie Begierde wolzuthun in dem Herzen derer, welche siebelebt, Trost für alle Tage und für jeden Augenblick;da unterdessen der falsche Ruhm unaufhörlich des Lobesder Menschen bedarf, und nur mitten im Getümmel undBeyfallrufen den Genuß seiner selbst findet. Jener Trosthingegen ist gleichsam ein unabhängiges Gut, das wederZeit noch Menschen, noch ihre Undankbarkeit uns rau-ben können.
Welche Unruhe , wie viel geheime Gewissensbisse be-gleiten nicht den glänzendsten und gepriesensten Ehr-geitz ; ich meyne die Siegs-und Eroberungssucht ! Oh-ne Zweifel erhebt sich aus der zerstörenden Feldschlacht,aus dem Aschhaufen in welchen die Flamme blühendeStädte verwandelt, aus der Tiefe des Bodens der gan-ze Armeen deckt, ein Name , und erscheint in der Ge-schichte : Es ist der Name des Fürsten, der, um seinenDurst nach Ruhm zu stillen, jene Verheerung wollte,Md di.ses Elend gebot : Sein Angedenken - heut zn Tage