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Schweitzersches Museum. 1785. Zweyter Jahrgang.
Entstehung
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begangen hat: Nämlich, basi er nach eingezogenen Nach-richten Sachen hingeschrieben hat, die näherer Prüfungwohl würdig gewesen wären.

So ist er zum Beweise nur an der obersten Spitze vomRheinthal , von Appenzell über Oberrjedt nach Sa-lez gereist ; bat also die schönsten Oerter und herrlicheste und fruchtbareste Gegenden von Thal über das Städt-gen Rheines , wo der Landvogt seinen Sitz hat, bis aufAllstellen nicht gesehen. Dieses fürtrefliche überall mitWeinreben, Fruchtbäumen, Aeckern und Wiesen, nebstzierlichen Landhäusern besetzte Thal ist auf der einen Seitevon dem Rhein und auf der andern von den Appenzel-ler- Gebirgen begränzt, die aber meist bis weit hinaufnoch ins Rheinthal gehören : Und unten an diesen Ge-birgen wächst eine solche Menge Wein und Obst vonallen Arten, daß häufig davon ausser Lands verführt wer-den muß; und zwar an cinichen Orten ein so fürtrefli-ches Gewächse , daß ich einige derselben einem gemeinenBurgunder vorziehen würde. In Dem Untern Nhein-lhal bis Bernang soll der bcßt rothe, und zu Bernangein guter rother und der beßte weiße wachsen. Das gan-ze Land dem Rhein nach ist ein schlechter ungcdüngterBoden der entweder ein Riedthen oder Flachs hervor*bringt; auch ist derselbe an wenigen Orten bewohnt,weil man die Ucberschwcmmungen des Rheins zu besor-gen hat; und die Leuthe, welche dem Rheine nach woh-nen , sind meist arm, da sie oft von diesem Strohm sehrbeschädiget werden. Hingegen ist das Land. bergwartsungemein bevölkert : Ich habe aber nirgends von derMenge Leinwand, Cotton, glatten und brodiertcn Mus-selin gehört, die laut Herrn Lorc's Borgeben allda ge-macht werden sollen. Vielmehr habe ich selbst gesehen,daß der Landmanu sich dort hauptsächlich auf den Feld-bau verlegt; und da dem Rhein nach sehr viel Flachs