Band 
Schweitzersches Museum. 1785. Zweyter Jahrgang.
Entstehung
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XIV,

Auszug eines Briefs aus Neufschatel, vom 27»Septemb. 1785.

^8on Altorf bestieg ich den Eothard , gieng von daüber die Furka, kletterte die sogenannte Meyenwand (ei-nen in keiner Reisebeschreibung beschriebenen-Weg) hinaufnach dem Grimset- besah dort den Ursprung der Aar unddas grosse Kristallgewolbe , wo ich eine artige mineralo-gische Entdeckung machte , indem ich Turmaline fand,Welches , so viel ich weiß , die ersten sind , die man inöet Schweiy entdeckt hat. Vom Gtimscl gieng ich hin-unter ins Haviirhat nach Meyrinaen, besah auf dem We-ge den herrlichen Fall der Aare bey Hattdeck, meinemGefühl nach den schönsten in der Schweig, dessen aberkein Reisebeschreibcr erwähnt und den nur wellige Rei-sende besuchen , weil er etwas vom Wege abliegt undman schon vorher von seiner Lage Unterrichtet seyn Muß,um ihn nicht vorbey zu gehen; so wie man auch, umihn recht zu sehen, nicht schwindeln darf; denn mansteht auf einem schmalen Fußsteig über einem schrecklichenAbgrund , in den sich die donnernde Aar hinunter stürzt.Mir ist leicht begreiflich, warum die meisten Reisebeschrei-ber dieser und andrer der herrlichsten Naturszenen garnicht erwähnen. Die Meisten reisen zu Pferde , oder,wenn sie sich noch zu Fuß wagen , so folgen sie dem ge-bahnten Weg , und weichen höchstens nur da davon ab,wo es ihnen der Wegweiser zu thun anräth ; sie sehenfolglich nichts als das alltägliche, beschreiben nichts alswas schon andre beschrieben haben, und machen einen ge,wältigen Lerm von Wasserfallen und Aussichten, die eingeübterer Berggänger mittelmäßig findet.