Band 
Schweitzersches Museum. 1785. Zweyter Jahrgang.
Entstehung
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der die Ketzer des sechzehnten Jahrhunders, die nirgendmehr als in Stapfers Polemik vorhanden sind.

Die wilklichon Feinde der Religion sind von zwoKlassen. Die gefährlichst.» sind wahre Philosophen undtiefdenkende Männer; alle übrigen sind Spötter, d. i.-seichtdenkender geschwätziger Pöbel, der unter dem Pansner eines Hume oder Diderot groß thut. Obschon diese-Legion.n durch den Hauch einiger witzigen Worte ver-schwinden , so sind sie doch dem nie denkenden adclichenPöbel durch Witz und Menge gefährlich. Sie stützen aberihren Glauben allein auf den Wahn wirklich denkenderPhilosophen. Würde also durch die Macht vieler, aufge-klarter Männer die öffentliche Meinung der Religiongünstig seyn, so wurden die Spötter alsobald für diesel-be , wie nun gegen sie, spotten; als die ihre Stärke niein sich selbst, sondern blos in andern finden.

Es wäre zu weitläufig , die Grundsätze der Unglä.ubi,gen zu untersuchen, um ausfindig zu machen, wo eigent-lich ihre Starke sey. Doch weiß jedermann, daß sie sich.oft auf physische Voraussetzungen stützen; und daß z. B.die Theorie von Ursach und Wirkung , auch die der End-ursachen , welche ein gelehrter Naturforscher am beßtenzu ergründen fähig ist , den Rechtgläubigen am meistenplagen. Wiederum stützet sich der Material smus aufphysische, auch physiologische Grundsätze und Analogien.Ueberhaupt wird man sehen, daß die Ungläubigen ihreStarke meist in den neuern Wissenschaften.finden , undden Theologen eben deswegen überlegen sind, weil dieseihre alte Kriegskunst beybehalten haben, und, einzig be-panzert mit Sprachen und Kontrovers, in Physik, Mathe-matik, Naturgeschichte und Chymie, ganz schwach sind; da-her sie sich oft mit veralteten theologischen Krastsprüchenoder, wie Uirbehülfljche, mit Scheltworten heraushelfenwollen ; wodurch sie immer tiefer sinken.