Band 
Schweitzersches Museum. 1785. Zweyter Jahrgang.
Entstehung
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der an Tag , belebt das Dorf, und befruchtet das Land.Das Eisen , das hier verarbeitet wird , wird nicht weitvon da im Juraß gebrochen , und meistens zu Schieß-gewehren in grosser Menge verarbeitet. ZuLeaume,eine Stunde von da, werden auch eiserne Oefen undKessel gegossen ; die einige Fabricke, von der ich in die-ser Gegend reden gehört habe.—

Je weiter man gegen Mitternacht fortrückt, je mehrDeutsche findet man im Lande. Hier in Merken sind ver-schiedene angesehene Familien deutscher Herkunft, undHandwerker und Dauern in Menge; die Obrigkeit hatauch für solche in Absicht auf den Unterricht gesorget, undhält in den meisten Städten der Maat deutsche stationiertePfarrer und Schulmeister. Uferten das nur zwey Stun-den von Orbe entfernt liegt, ist eine alte Stadt. InEbrodunum hatten die Römer ein Castrum und Schiffs-werfte. Daß es aber unter die ältesten Hauptstädte Hehveticns zu rechnen sey , scheint mir eben wegen der Na-he von Orbe nicht wahrscheinlich ; auch zweifle ich, obdas alte Ebrodunum da gestanden habe, wo das heutigeMerdün , das auf einem zugeschwemmten Boden zu ru-hen scheint. Wie ich Ihnen schön bemerkt habe , ist eshöchst wahrscheinlich, daß das ganze Moorland zwüschenOrbe und Uferten ehedem mit Wasser bedeckt gewesen.Die Orbe uud Ziel legten nach und nach, wie noch täg-lich hinter Uferten, mit Schlamme und Kiefer den sieausführen, neues Land an. Auf demselben wuchsen auftrockenen Stellen bald Heide, auf nassen Mooslrautcran ; durch die verfaulten Pflanzen erhöhet« sich der Bo-den , und wurde zur Zeugung beßrer und stärkrcr Pflan-zen tüchtig. Man sieht an den Gränzen desselben hin undwieder Wasserholz mit Vortheil gepflanzt, und einestärkre und"fleißigere Bevölkerung würde bald aus diesemgrossen ungebauten Strich Landes mehr Nutzen ziehen als