Band 
Schweitzersches Museum. 1785. Zweyter Jahrgang.
Entstehung
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Für ein Paar Stunden — WohlbedachtKramt noch ein jeder seiner FrauDen Handel vor, als wie zur Schau;

Und schnarchte endlich allgemach

Zwey Stunden hin. — Und nun zur Sach',

Kaum schien das srohe Tageslicht,

So hieß es: Heut gilts vor Gericht.

Die Köchinn mußte um Vier' aufsteh»,

Die Frau selbst nach dem Frühstück gehn:Nun trank man eilend den Koffee,

Und wunderte : Ach! wie es geh?

Indessen rückt die Zeit herbey.

Der Meister fragt : Wie späth es sey?

Jtzt läutete die grosse Glvck'.

Man steckt sich in den schönsten Rock;

Den Degen an der Seite, gehtNun jeder hin mit Gravität.

Denn alle waren souverän,

Wie Könige, heut anzusehn.

Schon fassen hoch auf dem GerüstDie Rathe, wie's gebräuchlich ist.

Ringsum die dichte Menge stand;

Dann hob der Weibel auf die Hand,

Und rief in ehrfurchtsvollem Ton:

„ Still-Still »! - Und, als es stille war ,Las' man die Rqmen; stellt sich darDer Oberrichter — beugt sich — sprach,*

„ Es leite Jupiter die Sacks!

„ Jnsonders Hochgeehrteste,

„ Fürsichtige, Liebwertheste,

» Hvchedle und Hochwvhlgebvhrne» Ihr Hochgebohrne, und Gebohrne!

„ Gestrenge, Veste , Weise ! Hört„ Was nun das Vaterland begehrt,

* Die theurerrungne Freyheit, dir -„ Der Vater Arm erfochten, wie„ Glänzt selbige Heut in Athen!