Band 
Schweitzersches Museum. 1785. Zweyter Jahrgang.
Entstehung
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„ Einmahl er ist nicht fehlerfrep. —

„ Nichts! Nichts ! Wer eine Scherbe hat,

» Verbanne ihn aus unsrer Stadt „!

Gewalt grenz nun für Recht; sie siegt,Und edle Tugend unterliegt.

Das Volk verbannt ihn — Er schwieg still.Voll hohen Muths denkt er: — „ Ich will„ Gelassen gehn — es hilft nicht viel;

„ Der Menge Gunst ist Windespiel!

„ Eh wird der Weltlauf umgekehrt,

» Als aufgebrachter Pöbel hört!

„ Das Volk ist allzusehr erhitzt.

» Ihr Götter, die ihr Tugend schützt,

„ Begleitet mich! — Ich war doch treu„ Dem Vaterland. Nur Schmeicheley„ Verschmähete mein Her; und Mund —

„ Ein solches Urtheil macht es knnd.x Und doch' mein Leben gab' ich hin» Für dich, mein Vaterland! — Ich bin„ Auch jtzt dein Freund — nah' oder fern -?» Ich segne dich von Herzen gern „!

So dacht der treue Bürger — dennEr war ein Weiser, war ein Mann.

Und als er still von bannen zog,

Da alles sich hernieder bogUnd auf die böse Scherbe schrieb:

» Er sey von uns verbannet,, ! bliebDer gute Aristides stehnBey einem Bürger znzusehn:

» Was schreibst du, Freund? Der Arme, Er,„ Verdient er wohl die Strafe, Herr»?

Der Mann schrieb noch mit offnem Muud,Tief eingezognen Lippen , undDie Augen mächtig aufgesperrt.

Bis er den Aristides hört;

Dann sprach er: „ Zwar ich kenn ihn nicht.* Allein daß er, wie das Gerücht