Band 
Schweitzersches Museum. 1785. Zweyter Jahrgang.
Entstehung
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II.

Fragmente aus dem Gedichte von den Kräftender Steine.

(Aus dem Griechischen.)

I.

9Iiederzubri'ngen die Gabe des Zeus zu den sterblichen Menschen,Ward der Sohn der Maja gesandt, der hilfreiche Hermes;

Und er kam und brachte zu uns die Rettung vom Elend.

Fröhlich nehmt sie, ihr Sterblichen, an. Ich rede mi' Klugen,Welche gut sind im Herzen und welche den Göttern gehorchen;

Deun unmöglich ist es, den Thoren Rettung zu schaffen.

Diese Gabe war es , die einst dem Phöbus gefallen,

Daß er den treflichen Sohn , den Heiler aller Gebrechen,

In den erhabnen Olympus erhub , zu dem Sitze der Götter.

Durch sie stieg auch Herkul hinauf, begünstigt von Pallas.

Also schwang sich Chiron empor in die ewige Höhe,

W.il er besessen hatte die unvergängliche Gabe.

Treflichste waren diese der Götlersöhne, und wurdenFreudig emporgehoben in Zeus allselige Wohnung.

Aber auch uns lehrt Hermes, auf dieser Erde zu führenEin glückseliges Leben und zu entrinnen dem Bösen.

Jeglicher unter den Menschen , den sein verständiges Herz heißtIn die heilige liebliche Grotte des Hermes zu gehen,

Wo er der mannigfaltigen Gaben Menge gehäuft hat,

Kann daselbst mit vielen Geschenken die Hände sich fülle»,

And nach Hause sie tragen, damit er dem Elend' entfliehe.

Ihn wird weder die schwächende Krankheit im Bette bezwingen,Noch die gewaltige Macht von seinen Feinden erschrecken,

Daß er ergriffe die Flucht, des schönen Sieges verlurstig.

Und betritt er als muthiger Streiter den staubichten Kampfplatz,Niemand wird sich vermessen ihm da die Stirne zu biete»,

Hätt' er auch Glieder von Erzt und unüberwindliche Stärke,

Daß er es wagte mit ihm um den Preis des Kranzes zu streiten.Schrecklich gleich einem Löwen soll er dem Gcwilde des Walds seyn;