Wallenstein sammelt eine Armee.
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der Elbe zugeführt würden 3?). In beiden Stiften lugen über100 Corneten Reiter und nenn Regimenter Fußvolk ^).
Die Stadt Halle bezahlte für Befreiung von Einquartie-rung durch eilf Wochen wöchentlich 8000 Gulden, hierauf durchandere neun Wochen 4800. Zuletzt konnte sie das Geld nichtmehr aufbringen; 26,000 fl. blieben im Rückstand. Da befahlWollenstem, damit man wisse, daß sie mit dem Feind im Ein-verständniß gewesen, den Rath und mehrere der vornehmstenEinwohner, bis zu Tilgung jenes Rückstandes, bei Wasser undBrod in das Schloß zu legen, sie anneben noch „für ihre Hals-starrigkeit und ihr Jmportuuiren" um 4000 Ducaten zu stra-fen 39). Immer härtere Maßregeln wurden gegen sie verhängt,so daß zuletzt die Stadt durch eine Abordnung die Gnade desKaisers anflehte. Ferdinand ließ dieselbe wissen: er habe be-fohlen , sie der geklagten Beschwerden so viel immer möglichzu entledigen, forderte auch seinen Feldherrn hiezu auf '>»).Dieser aber bewährte jetzt den schon früher gemachten Vorwurf,er lasse kaiserliche Befehle unbeachtet. Anstatt die Klagendenzu erleichtern, wurde der Druck immer größer. Es kam soweit, au den Thoren die Leichen aufzuhalten, um nur gegenbaares Geld den Ausgang zu gestatten Das Gleiche wurdegegen die Salzfuhreu angewendet, die nur gegen hohe Gebüh-ren die Stadt verlassen konnten ^>). Schwerlich dürfte eineabermalige kaiserliche Mahnung an Altringer ^), die Stadt zu
57) Schreiben vom 5. Jan. 1626; St.A.
58) Wallenstcin an den Churfürsten von Sachsen, den 4. Jan.; dos.
59) Die Verfügung aus Zerbst, den 6. August 1626.
^0) Antwort an die Abgeordneten von Halle vom 16. Juli 1626, undkaiserlicher Erlaß an Friedland von gleichem Datum; im St.A.
'>') Klage an den Kaiser vom 26. Oktober; das.
G Vom 4. Nov.; das.