80 Gallensteins Kriegsvötker in Dentschland.
auf in dem bambergischeu Gebiete aus ähnliche Weise hausteund nur des Bischofs Hindeutung auf einen allgemeinen Auf-stand eine unmittelbar von dem Kaiser ausgehende Verfügungdie Auflösung dieser Regimenter anbefahl 2Z). Trotz dessen er-hielt Görzenich von Wallcnsteiu ein neues Patent. Wir findenihn bei dem Feldzuge des folgenden Jahres in Holstein. Dortsetzten seine Unthaten zuletzt den Arm der Gerechtigkeit in Be-wegung; er wurde verhaftet. Im Hauptquartier zu Rends-burg trat der Profos mit folgender Klage wider ihn auf: inBayern 26) habe er zwei Frauenklöster zerstört, Amtleute zuErpressung eines Lösegelds weggeführt, im Mainzischen einDorf abgebrannt, dem Bischof von Würzburg 5000 fl. abge-klungen, einen Mordanschlag gegen den Abt von Fulda aus-geheckt und denselben zur Bürgschaft für gefangene Unterthanengenöthigt, im Darmstädtischen großen Schaden angerichtet, inWiesbaden seye er eingebrochen und habe das Löschen einesentstandenen Brandes gehindert. Der Unthaten, die er began-gen, waren so viele, alle in befreundeten Gebieten verübt,daß am 9. Oktober über ihn das Urtheil ergieng: „er solle mitdem Schwert hingerichtet werden, also daß der Körper dergrößere Theil, der Kopf der kleinere verbleibe; die getrenntenTheile sollen auf das Rad geschlagen werden 2 ?)."
Nicht besser als Görzenich verfuhr der Herzog RudolphMaximilian von Sachseu-Lauenburg. Ein ihm zugegangenerkaiserlicher Befehl 2«).- „aus Durchzügen mit seinem Kriegsvolk
Des Bischofs Schreiben an den Kaiser 6. Nov.; im St.A.
26) Des Kaisers Schreiben an den Churfkirsten von Bayern von, 16.December; das.
Wahrscheinlich an der Gränze gegen Franken.
22) Aus einer Druckschrift: Species säet, der von Herrn Graf von Schel-bart /Veti» spolii. 4. 1655.
28) Den 21. Juli 1626; im St.A.