Wallensteins Kricgsvölker in Deutschland.
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gute Disciplin zu halten," fruchtete so wenig, daß der Chur-fürst von Trier mit den lautesten Klagen wiederholt über den-selben sich beschwerte. „Mit dürren Worte», hieß es in einerKlagschrift, äußere er sich, er wolle in dem Erzstift Alt undJung zusammenhauell lassen." Ihn trieb wilder Neligionshaß 22 ),der von den calvinischen Fürsten und Grafen des Westerwalds,namentlich der verwittweten Gräfin von Hanau-Münzenberg 3st)und ihren bösen-Rathgebern und Beamteten gestachelt wurde 3i).Auch Tilly beschwerte sich bei dem Kaiser, daß durch diesesVolk seine wohlverdienten Soldaten aus den Quartieren ge-trieben würden, alle Vorstellungen vergeblich wären 32). Derneue Churfürst von Mainz, Georg Friedrich, aus dem Hausederer von Greifenklau, versicherte, „die Crudalilät, die seinLand von ihm zu erfahren habe," übertreffe diejenige des Hal-berstädters 3H. Doch setzte er noch festes Vertrauen zu demWillen des kaiserlichen Feldherrn, er werde Hülfe gewähren.Noch suchte er dieselbe bei ihm nach, freilich mit dem Bemer-ken: wenn sie nicht bald erfolge, würden er und andere Ständezu sonstigen Mitteln sich genöthigt sehen 3H. Erst als Triers
22 ) Wer hatte bezüglich der Anstellung nnkathvlischer BefehlshaberRecht, der Churfürst von Bayern, oder Wallcnstein? Auch Ferdinand fandwenigstens ln dem eigenen Lande, zumal in Böhmen, seit er dort die Refor-mation durchgeführt, die Anwesenheit unkatholischer Offiziere nicht zweckmäßig.Den 8. Oct. 1629 ergieng an die böhmischen Statthalter ein Rescript (imA. d. Hof-E.): „die in Graf Waldsteins und andern Regimentern dienendenUnkatholischen hohen und niedern Standes, denen bereits ausgebote» worden,solle» abgeschafft, ihnen jedoch Freiheit geben werden, außer Landes in kaiser-liche Dienste (somit unter des Friedlands oolluvies xentluin) zu treten".
2 ") Catharina Belgica, Wilhelm I. von Hessen - Caffel Tochter, desLandgrafen Moritz gleichgeßnnte Schwester.
Schreiben des Churf. von Trier an den Kaiser, 16. Sept.; St.A.32) Sein Schreiben an den Kaiser von, 7. Jan. 1627; das.
.,z) Dessen Schreiben vom 26. Nov.; das.
31) Aretin Wallcnstein S. 19.
». Hurter, Wollenstem. ' 6