Achtes Capitel.
Beschlüsse und Schrille der katholischen Bundes-
stä nde.
Der Churfürst von Bayern hatte von der Berufung desHerzogs von Sachsen-Lauenburg nach Wien keinen Erfolg er-wartet. „Ohne Friedland gehört zu haben, schrieb er demChurfürsten von Mainz H, wird der Kaiser nichts thun, dieseraber zu des Lauenburgers Verabschiedung nicht geneigt seyn.Habe doch jener Merode Vollmacht zu neuer Werbung von 10,000Mann ertheilt, gegen Tilly verlauten lassen, er wolle sich wie-der in den niedersächsischen Kreis und das Reich wenden". DaßMaximilian bezüglich des Herzogs von Sachsen-Lauenburgrichtig sah, zeigt eine nach wenigen Wochen dem LandgrafenGeorg zu Hessen und dem Grafen Ludwig von Nassau-Saar-brücken übertragene kaiserliche Commission „gegen die Kriegs-pressuren des Sachsen-Lauenbnrgischen Regiments 2)". Was mitdieser Commission seye erzielt worden, wissen wir nicht. Weiternoch theilte der Churfürst von Bayern, welchem Wallensteinsein Vorhaben, einen Theil des Volkes fern von dem Kriegs-
Den 12. Januar 1627; im Erzczl.A.
2) Der Anftrag vom 2. März 1627; im St.A.