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Der Churfürstentag zu Mülhauseu im Jahr 1627.
schweren Worte hatten die beiden Churfürsten von Sachsen undvon Brandenburg ebensoviel Grund als ihre katholischen Col-lege». Der Erstere äußerte sich bei der Umfrage nicht ohneeinige Heftigkeit "): werde nicht geholfen, so müsse er mitAndern sich verbinden und zu erkennen geben, daß, um vor un-billiger Gewalt sich zu schützen, im Reich noch nicht alle Mittelverloren wären ").
Neben einer später zu sendenden Abordnung wurde einkräftiges Schreiben ") an den Kaiser beschlossen, damit be-ginnend, wie ver zum drittenmal ausgeschriebene Deputations-tag zu Unterstützung der friedliebenden Absichten I. M. endlichzu Stande gekommen seye; darauf übergehend, wie einer gänz-lichen Verwüstung des Reichs einzig durch Anordnung bessererKriegsdisciplin zu begegnen seye. In diesem Schreiben hatsich für die Nachwelt die anschaulichste, zugleich entsetzliche Schil-derung des gesummten Wallensteinischen und des Kriegswesensjener Zeit überhaupt erhalten, weßhalb dieser Theil desselbenhier eingerückt zu werden verdient.
„Wohl anerkennten, heißt es in dem Beginn des Schrei-bens, die "Stände, die nun bis in das achte Jahr den Kriegim Reich zu ertragen gehabt, daß die wiederholten, an vielenOrten und selbst nach erlittenen Niederlagen wieder erneuertenKriegsbereitschaften S. M. an Wiederbegründung des liebenFriedens verhindert hätten, daher sie auch gerne noch längersich gedulden würden, wenn sie nicht befänden:
„daß die bei E. K. M. Solbatesca eingerifsenen großen Miß-bräuche also bewandt und beschaffen, daß dadurch bei längerem Au-
*') Ist >m Beinen hierüber eifrig herausgebrochen, heißt es in demProtokoll.
Wörtlich aus dem zweiten Protokoll.
>6) Der Entwurf desselben, am 3. November durch die MainzischcCanzlei vorgelegt, bei jenen Acten.