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Zur Geschichte Wallensteins / durch Friedrich von Hurter
Entstehung
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Eilftes Capitel.

Wallenstcins steigendes Ansehen.

Im Beginn des Jahres 1628 kam Wallenstein nach Prag,wohin Kaiser Ferdinand sein Hoflager verlegt hatte. Hierwußte er für seine Person einen solchen Zuwachs von Machtund allartiger Ueberlegenheit zu gewinnen, der ihn der Stellungeines Dieners zu seinem Oberherrn immer mehr entrückte, zu-gleich in der Weise, wie er dieses benutzte, dem gerechten Un-willen und der Besorgniß der getreuen Reichsfürsten so wohl-begründete Nahrung bot, daß am Ende ein Bruch unvermeid-lich mußte herbeigeführt werden.

Zunächst i) stellte Wallenstein an den Kaiser das Ver-langen um Abänderung seiner Bestallung, indem die bisherigenicht mehr genügend seye 2). Es fand bereitwilliges Entgegen-kommen. Am 21. April wurde er zum General-Oberst-Feld-Hauptmannüber die gesammten in kaiserlichem Dienst stehen-den Völker" ernannt,mit Civil- und Criminal-Jurisdiction,so daß alle von ihm eigenhändig unterzeichneten Befehle ebenso

Demjenigen Zuwachs von Macht »nd Ueberlegenheit, welcher denandern, wie der Zeit so auch der Bedeutung nach, vorangieng, der Ueber-antwortung von Mecklenburg, soll das folgende Capitel gewidmet sehn.

2) Die dießfallstge Eingabe vom 22. März; im Archiv von Pirnlz.