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Wollenstem bringt Mecklenburg on sich.
siere zu einer Leibgarde in Italien werben lassen^), so befahler jetzt für dieselben „neue Livreen" zu verfertigen^) und gaber nach der eigentlichen Belehnung mit Mecklenburg Piccvlominiden Titel eines Hauptmanns seiner „Leibgarde" mit dem Auf-trag, noch mehrere Compagnien zu Roß und zu Fuß zusam-menzubringen, freilich unter dem Vorwand „zu mehrerer Be-förderung I. K. M. Dienst?o)".
Fortan war Mecklenburg das einzige deutsche Gebiet, wel-ches schwerer Kriegsbeschwerniß entledigt bleiben sollte; in wel-chem durchziehendes Volk nicht einmal Rasttag halten durftedas innliegende, wenn auch seine Verpflegung große Opfer er-heischtes, an strengere Ordnung gewiesen wurde. Es solltekein Kriegsmann an Kirchen, Schulen, Spitälern und geistli-chen Personen sich vergreifen, noch weniger den Gottesdienststören, oder gegen Beamtete und Einwohner Thätlichkeit sichgestatten. Reisende durften nicht aufgehalten, die Landleutenicht an dem Feldbau gehindert, durch Offiziere auf durchge-führte Waaren kein Zoll geschlagen werden. Obwohl danndie Stände den monatlichen Einquartkerungsbetrag von 32,800Thalern auf eine Jahressumme von 100,000 Thalern herab-
6b) Patent für Um aus dem Volkläger bei Troppa den 25. Juli 1627,in einer sehr fleißig gearbeiteten Schrift des fürstlich dietrichstein'schen Canz-leidirectors Ioh. Carl Roreitner: „Geschichte des Schlosses und derHerrschaft Nachod (nach Wallensteins Tod an die Piccolomini gekommen),welcher im Jahr 1622 der Druck verweigert wurde, nunmehr im A. derHofczl.
60) Förster Briefe Nr. 161. 162. 182.
^ ?") Piccolominsts Ernennung den 29. April 1629; bei Roreitner.
?') Förster Briefe Nr. 194. 197.
?2) Ein Armeebefehl Wallensteins aus Güstrow, den Unterhalt desKriegsvolkes anordnend, bestimmte für den gemeinen Soldaten täglich 2 PfundBrod, ebensoviel Fleisch und 2 Maß Bier. Schon der Eorporal hatte dasDoppelte anzusprechen; die Acte bei Roreitner.