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Fortwährende Drangsale der Reichslande.
den seye. Er erhielt den Bescheid 22 ): dir Dänemark mit Schwe-den sich eingelassen habe und einen Anschlag auf Pommernmache, würde bei Entsprechen der Eingang in das Reich undin die Erblande jenem ganz offen stehen: doch solle Wallen-stein durch Questenberg zu Bestrafung der Erorbitantien aufge-fordert werden. Deßwegen aber wurde das Land nicht erleich-tert. „Es gleiche keinem Churfürstenthum mehr", lautete esein Jahr später 2Z), 7, 8, ja bis 11 Regimenter legten sichein, nähmen ohne vorangegangene Musterung ihren Unterhalt.Auf solche Weise müsse die kaiserliche Armee sich selbst zu Grunderichten, Schweden desto eher zu einem Einfall bewogen werden.Die Erorbitantien wurden nicht vermindert. Wie dieselbenimmer weiter giengen, zeigen die churfürstlichen Schreiben. DerSold wurde gefordert, als wären die Regimenter vollzählig,indeß die Recruten oft erst nach sechs Monaten eintrafen. DieService-Gelder wurden selbst für Offiziere verlangt, die außerLandes im Quartier lagen. Ungescheut sagten die Soldaten:„was fragen wir nach dem Churfürsten!" Selbst Gemeinefügten oftmals ihren Begehren bei: „will der Churfürst es nichtgewähren, so wollen wir es selbst anordnen. Verlangtes suchen,wo wir es finden". Der Forderung von sechsspännigen Rüst-wagen wurde diejenige beigefügt, daß alle Pferde gleicher Größeund Stärke, dreijährig seyn müßten; waren sie nicht aufzu-bringen, so mußten sie mit Gold (Thaler wurden zurückgewiesen)abgelöst werden. Man trieb die Leute meilenweit zu Schanz-arbeiten. Bei Einforderung der Kontribution wurde der Monatnur zu vier Wochen berechnet, auf diese Weise das Jahr umeinen Monat vermehrt, auch die Landmünze nicht mehr ange-
22 ) Dieser von, >0. Oct.; im St.A.
23) Des Churfürsten Schreiben an Mainz den 10./20. Nov. 162g:im ReichSerzczl.A.