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Zur Geschichte Wallensteins / durch Friedrich von Hurter
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Fortwährende Drangsale der Reichslande.

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nominen; ReichSthaler mußten es seyn, oder ein Aufgeld ge-geben werden. Auf Klagen bei Wallenstein, erwiederte dieserdem Churfürsten, der Oberst St. Julien werde Abhülfe bringen.Wie aber jener dem Obersten das Schreiben, mit der Bitte,daß er sich einfinde, zusandte, kam er dennoch nicht 24), DerChurfürst berechnete im Jahr 1630 den Aufwand seines Lan-des seit dem Einmarsch der kaiserlichen Truppen auf vierzigTonnen Goldes ^s).

Nicht besser wurde Pommern behandelt. Nur sechs Wo-chen, hieß eS in dem Vertrag von Franzburg, solle das Volkin dem Lande bleiben. Aber es waren zwölf Regimenter zuFuß (105 Compagnien), mit eilf Stäben, sieben Regimenterzu Roß (58Corneten) mit ebensovielen Stäben, im Ganzen31,500 Mann zu Fuß und 7500 Mann zu Pferd, den über-aus großen Troß und eine zahllose Menge von Gepäckspfer-den nicht gerechnet 26), welche bald seit Jahresfrist von demkleinen Land zu erhalten waren. Umsonst klagte nach Ablaufjener gesetzten Frist der Churfürst von Sachsen bei Wallenstein:er habe als Kreisoberster treulich die Reichsgränzen seinesKreises gehütet, auch Bogislaw unter großem Aufwand hiezumitgewirkt; jetzt bleibe nicht einmal dessen Residenz unbe-lästigt, wcrve aller Handel gesperrt. Es scheine, als hättendie Fürsten dieses Kreises lauter Unthaten begangen, derenwe-gcn sie zu bestrafen wären. Dem Kaiser aber bemerkte er:was

2'') Schreiben des Churfürsten vvm 23. 24. Aprit. 16. Juli/3. 4. Mut,26. Juli an den Kaiser; im Erzczl.A.

2 ^) Der Ausdruck lautet vierzig Millionen Goldes. Offenbar ist Mil-lionen ein Schreibfehler für Tonnen, denn immer war zu dieser Zeit mit der

Rechnung in Gold das Wort Tonnen verbunden. Das haben die spätern

Schreiber nicht beachtet und seitdem immer von 40 Millionen (Gulden) .ge-

sprochen, ohne der Unmöglichkeit zu gedenken.

26) Denkschrift pommer'scher Abgesandten an den Kaiser; im St.A.