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Zur Geschichte Wallensteins / durch Friedrich von Hurter
Entstehung
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Eilmn-M«m)igstes Capitel.

Der Konvent zu Regensburg. WallensteinsEntlassung.

Indem nun über die Wendung soll berichtet werden, welcheWallensteins Stellung im Jahr 1630 von dem Konvent zuNegensburg ist gegeben worden, muß ein getreuer Bericht überden Gang dieser Sache, die Abweisung einiger allgemein ver-breiteter und bisher von Niemand angefochtener, aber völligerdichteter Umstände vorangehen.

Bei des Verfassers Gewohnheit, über einen Zeitabschnitt,oder über irgend ein wichtiges Ereigniß, welches einen Theilder Geschichte desselben bildet, alles bis auf das Unbedeutendsteund häufig nicht einmal Brauchbare, was handschriftlich in denArchiven aufbewahrt wird, zu durchgehen, dann erst die ge-druckten Bücher zur Hand zu nehmen, hat sich ihm leider immertiefer die Ueberzeugung einprägen müssen, daß es beinahe garkeine Geschichte gebe, sofern nämlich nur dasjenige als Geschichtegelten darf, was wirklich und wie es wirklich geschehen ist.Wie (um nur eines zu erwähnen) jene Irrthümer, welche überErzherzog Ferdinands Reise nach Loreto der Zeitgenosse de Thouin seinen Jahrbüchern zusammengestopelt hat H, seitdem in allen

0 Geschichte Ferdinands Bd. lll, S. 415.