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Beruf eines Kindes zum Klosterleben untersu-chen. Sm sanftes Gemüth, Liebe zur Einge-zogenhert, und zur Beschäftigung, der Ge-schmack an Religionsübungen sind Merkmale ei-nes wahren Berufs, und diese kann man garwohl schon im sechzehnten Jahre haben. Ja,wollte Gott, diese treflichen Eigenschaften wa-ren so gemein bey Erwachsenen, als sie es injüngern Jahren sind. Der H. Ambrosiussagt in seinem dritten Buch von den Jung-frauen : Wenn man das Alter von vierzehnJahren schon reif genug findet, um den Süs-figkeiten des Lebens die Schmerzen der Martervorzuziehen, warum sollte es nicht des Entfchlu-ßes fähig geachtet werden, sein Leben Gott zuweihen? Wenn eine Jungfrau im zwölftenJahr einen Ehemann wählen kann, warum soll-te sie sich nicht Gott zur Braut ergeben können?Es ist wahr, ein junger Mensch weis noch nichtalles, was zum abgezogenen Klosterleben erfor-dert wird; dafür sind aber Lehrer da, wel-che seinen Charakter, seine Neigungen, sei-ne Empfindungen studieren sollen, um zu se-hen, ob sie gute Früchte vermuthen lassen.Deswegen sind Obere da, welche den Beruf un-D 4 tersu-