in Ansehung der Treue, die seine Untergebeneihm schuldig waren, gebrauchet hat, kann manauf alle andere Pflichten der Ehrlichkeit anwen-den. Wie ist es möglich, daß man mehr Liebeund Ehrfurcht gegen einen Vater, von demman dieses zeitliche Leben erhalten, als gegenden wahren Urheber unsers Lebens Und Daseyns,welcher Gott ist, trage? Wie wird man dieTreue, welche man ihm verheißen, und nach-hin gegen ihn nicht beobachtet hat, gegen an-dre Geschöpfe halten? Wie kann eine gegen dieWvbltbaten des allmögenden Gottes undankba-re Seele zur Erkanmlichkeit gegen andre Men-schen, welche derselben manche Gutthaten er-wiesen haben, gerühret seyn? Wie kann manMenschen seines gleichen Gerechtigkeit wider-fahren lassen, wenn man der Gottheit die ihrschuldige Verehrung abschlagt?
Die Ungläubigen werden antworten, daßdieser Kaiser seine Schlußrede ohne Zweifelsehr gründlich abgefasset habe, allein auf siekönne solche nicht ausgedeutet werden. Diesefeige Hofherren des Eonstantius, welche von
dem