wenn sie nicht mit hohem und vollkommnemAbsichten unterstützet wird, rst sie nichts alsein Scheinwesen einer Tugend, und Ehrlich-keit. Die Heyden selbst haben nur die krebsder Ordnung, welche von eitler meruchlichenFurcht und Hoffnung unabhängig war, mitdiesem ehrwürdigen Namen beleg!: sie habengewollt, daß em wahrhaft, und gründlich tu-gendhafter Mensch das Laster, wenn er auchohne Zeugen solches begehen könnte, zu ver-meiden habe, und bey Vermeidung dessen keinanderes Absehen haben müsse, als den Haß,tMd das Abscherten, den es an sich selbst ver-dienet. Dieß ist, was Cicero lehret, undin seinem Buch von den Pflichten des Men-schen vortreflich erkläret, allwo (u) er von demRing, welchen die Fabeln einem König in Lp-dien andichteten, der jene, so ihn an den Fin-geren trugen, unsichtbar zu machen die Krafthatte, eine Meldung macht. Die Tugend,von welcher er nach der Schullehre des Plato,oder, besser zu sagen, der Natur unS einen soerhabenen Begriff giebt, ist wegen ihrer eignen ^
Schön-
(») I-ib. z. lle oKc. c. y. »