will zugeben, daß er für seine Ehre sehr eifer-süchtig ftp, und sich von einer Mißhandlung,die bekannt werden, und seinem Namen einenschimpflichen, und unauslöschlichen Schand-flecken anschmutzen könnte, sich enthalte. ( Ob-schon Leute, düe in der Dienstbarkejt ihrer An-muthungen leben, dießfallS nicht gar zu heickel,und geschämig sind, und man kann in allenStanden einige finden, weiche eben so wohlwider alle Ahndung der Welt, als ihres eigenenGewissens eine ganz ausgeschämte und erhärteteStirne haben ) ich will aber zugeben, daß erfür seine Ehre besorget sey, was soll man er-warten , wenn dieser Richter, der nur wegenseinem Vortheil ungläubig geworden, ebendiesen Vortheil in Ausübung einer Ungerechtig-keit, ohne seine Ehre in das Spiel einzu-fiechten, genießen kann? was wird erfolgen,wenn er sich schmeichelt, daß er nebst der Er»sattigung seiner Begierden vor den Augen derWelt das äußerliche Kleid der Ehrlichkeit bey,behalten werde? Obschon er an dieses zu geden-ken Ursache hatte, obschon seine Hoffnung viel-leicht übel gegründet ist, liegt ihm nichts daran,
e-