fers Gleichen empfangen/haben, ^tragen wirdoch zu gleicher Zeit in dem innersten unsersHerzens eine Eigenliebe herum, welche sich alsden Mittelpunkt der ganzen Welt betrachtet,^und andere Menschen nur für Werkzeuge ihresWohls ansieht, ja den Nächsten auch zu has-sen anfangt, wenn er eine Hmderniß der Er-sattigung ihrer Begierden ist..
Diese Eigenliebe, welche von der heiligen.Schrift die Begierlichkeik benamset wird, hangtsich nicht bey einem jeden Menschen an die näm-lichen Gegenstände; der Geizige bethet dasSilber und Gold an: er ist fern, daß er seineReichthümer zur Hülfe der Armen anwende; viel-mehr beneidet er andere noch mehr um ihre Gü-ter, und raubet ihnen diese hinweg , da er Ge-legenheit findet: der Hochmüthige durstet nachEhren, er bemühet sich Mitwerber,. welche erfürchtet, aus dem Wege zu räumen, und denBesitzer eines Ehrenamts, nach welchen er sichbestrebet, zu Hinterlisten : der Wohllüstige hö-ret weder die Stimme der Ehrbarkeit, noch dieStimme der Gerechtigkeit; allzeit ist es die
Begier-