genommen ist, für einen Eindruck machen,wenn bey ihr die Furcht des Zukünftigen ver-tilgt ist ? Der Ungläubige beredet sich, daßdie Werke, welche bey den Menschen als un-gerechte angesehen sind, in einer andern Weltr icht bestrafet werden; er sieht, daß sie nochin dieser Well nicht selten glücklich ausschlagen;kann er solcher gestalten mit rechtem Ernst glau-ben, daß sie so strafbar seyn, als man chmvormacht? Welche Billigkeit würde sich beydem höchsten Schiedrichter der Natur finden,so er dultete, daß das Laster ohne alle Ahn-dung obsiegte, und die Tugend ohne alle Hülfeunterdrücket würd«? Für wahr, wenn man dieVorsichtigkeit und den Unterschied zwischen demEuren und Bösen gar verlaugnen sollte, würdees nicht so ungereimt herauskommen, als wennman die Elaubenssatze der Ungläubigen mitjener Versicherung, die sie für das Zukünftigehaben wollen. sammt der Ehrlichkeit veremrgenund zusammen reimen will.
Die Freydenkcrey ist denn zu nichts taug-lich , als daß sie den Menschen in den Abgrund
aller