Bayle antwortet für sie, und sagt, ln<Msey unrecht daran, wenn man ihr alle dieseLaster, welche ihre Anhänger lediglich begehenkönnen, aufbürden würde. Man müsse inder Lehre, w-lchcr die Menschen beypflichten,die wahre Beweggründe ihrer Handlungen nichtsuchen: man werde diese nirgendswo, als imGeschmack, welcher sie beherrschet, finden;nirgends als in den Neigungen, welche mitihnen gebohrcn sind, und die Gewohnheit inihnen bestärket hat, antreffen: alles dieseshange von der Religion, welche sie glaub n,und nach welcher sie sich bekennen, auf keineWeise ab: der Glaub an die christlichen Wahr-heiten schließe auch die lebhaftesten Neigungennicht aus, und man könne ungläubig seyn,ohne daß man lasterhaften Neigungen unter-worfen sey: daher sehen wir auch Leute,fahrt Bayle fort, welche von allen, was mansie fürchterliches lehret, überzeuget find, undsich in manchen Uebungen ihrer Religion sehrZcrrcu erzeigen, die nichts destoweniger indem Laster, und in der Ausgelassenheit tiefVersenket liegen; da indessen Driften, ja soE z Zar
Schliessen