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Vernunft brauchen will, desto mehr ver,irrer man sich. Je mehr man Zweifelt,desto mehr läßt Gott zu, daß sich dieZweifel mehren. Wenn die Vernunfteinmal von dem rechten Wege abgewichenist, so kam: sie nichts mehr aufhalten.Jeweirersie fortgeht, desto mehrere Ab-gründe bereiter sie sich. Die Irrlehre,welche anfangs schüchtern und furcht-sam ist, nimmt von Tage zu Tage immermehr Zu, und beobachtet bey ihremWachs^thume weder Maaß noch Ziel. Anfangsmachte sie sich nur an die vermeyntenMißbrauche der Religion, nachher hatsie die Religion selbst angegriffen, (n)Merket es ihr freymüthjgcn Gesellen l
Ebenda. „ So ein bequemes Ding es seyn„ mag, alles, was im Katechismus oder nn„ Compendium steht, wenn man eS andersvon sich erhalten kann, blindlings anznneh-k men, isis aber auch recht und gut?
Hiev
(n) Fastenpredigt. I. Theil, S. i8r.