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i Theil. 2 Abtheilung.
rigen Keßer gewesen,und haben den Irrthümern ihrer Lehrmei-ster noch mehrere neue beygesetzet. Man kann auch nicht leichtsagen , ob die Lehrmeister von den Jüngern, oder die Jün-ger von den Lehrmeistern an Gottlosigkeit, Unflatereyen, undabscheulichen Irrthümern seyn übertreffen worden. Dochhaben sich sehr viele zu ihnen geschlagen, und sind Lehrjün-gec geworden, daß also ihre, obschon abenteuerliche, Er-dichtungen nachdrücklich die heiligen Kirchenväter, als Ter-rullianus *, der heilige Jrenäus , der heilige Clemens vönAiexandria, der heilige Epiphanius und andere habenwiderlegen müssen.
Die Montanisten oder Lataphrygier bekamen diesen Na-men von ihrem Urheber Montanus , der aus Mysien einerpy.ygisch.n Landschaft gebürtig war. Dieser gab sich fürden chröster den heiligen Geist aus, und führete mit sich her-um zwey unzüchtige Weibsbilder die Priscilla und Maximil-la , von welchen er auesprcngete, daß sie seinen Geist bekom-men hätten, und Prophetinnen waren. Er verwarf die zwey-te Ehe als unrechtinässlg, und behauptete, daß ein jeder,wenn er wollte selig werden, nothwendig müßte drey Fastenhakten ; da doch die Kirche, wie sie von den Aposteln ist un-terrichtet worden, nur eine vierzigtägige Fasten anflegele.Der Kirche sprach er die Gewalt von vielen Sünden los zusprechen ab, und hielt es für eine Sünde, wenn man zurZeit der Verfolgung flüchtig gieng. Man hat dem Monta-nas oder seinen Lehrjüngern mehrere andere Irrthümer aufge-bürdet. (?) Diese Ketzerey hat, leider angenommen Dercul-
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* Tcrtnllianns gehöret nicht unter die heiligen Vater, sondernnur murr die alten Lehrer der Kirche, weil er vor seinem Falle in die
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