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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
Entstehung
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r Kapitel. 8 Absatz.

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1. Sie erhalten nicht allzeit die zeitlichen Dinge; denndie e versaget Gott oft gnädig, ebschon es erlaubet ist selbezu begehren , wie ich schon (In dies. Kap. 5 Abs.) gemeldethabe.

2. Di Nachlassung der Sünden, die Tugenden, undandern zur Erlangung der Seligkeit nothwendigen Dinge er-halten sie allzeit.

z. Gott erhöret nicht allzeit diejenigen, welche recht be-th n, nach ihrem Willen ; sondern er erhöret sie allzeit, wie.es ih, en nothwendig oder nützlich ist. Einige Dinge versa-get er barmherzig, welche er geben würde, wenn er erzürnetwäre: einige versaget er nicht, sondern verschiebt selbe, da-mit sie zu rechter Zeit gegeben werden. Er weis, was unsnothwendig ist. Lasset uns alle unsere Sorgen auf ihnschieben, weil er für uns besorget ist. (i Br. Per. z , 7.)Er solle die Weise aussuchen, welche er uns nützlicher zu seynvermeynen wird: wir aber wollen nur dieses verlangen, daßwir seinen Willen großmüthig und gerne erfüllen, wiein der heiligen Schrift (2 B. der Machab. i, Z.) geschrie-ben steht, (t^)

F. Erhöret Gott auch bisweilen die Sünder und Böse-wichte, welche in Sünden verharren ? Giebt er ihnenbisweilen , um was sie bitten ?

. 2l. G ott übergiebt sie oft den Begierlichkeiten ihres Her-

zens, und weil er ist erzürnet worden, verleiht er ihnen je-nes , was sie begehren ; bisweilen aber schlägt er selbes gnä-dig ab. Ihr begehret, saget der heilige Apostel JacobuS ,(Br. Jac. 4, z.) und bekommet Nichts , weil ibr nichtrecht begehret, damit ihr in euer» Wollüsten es verzeh-ret. Da wir also was uns schädliches begehren, wenn wiees bekommen , ist es ein Zeichen , daß Gott heftig über unserzürnet sey, und man darf nur gar zu sehr fürchten, daß eruns den Begierlichkeiten deS Herzens überlassen habe, damitwir thun, was sich nicht gebühret. Wenn er es nicht mit-_ B 5 rhei-

(A) 8. Auxuü. 7Z in n. 1 öc 4. in .^5,

v. 12. IZ, 1^, ,0, 20 dr vlr. Sr in ?isl. 87 , u. lZ.