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Katholische Unterweisungen nach der Weise einer Christenlehre, in welchen, was immer zu der Religionsgeschichte, und den Lehren, Sitten, Sacramenten, Gebethen, Gebräuchen, und Uebungen der Kirche gehöret, insgesammt in einem kurzen Begriffe aus den heiligen Gründen der göttlichen Schrift und Uebergabe deutlich gezeiget wird / aus der französischen Sprache in die lateinische gebracht ... von dem Verfasser und auch Uebersetzer Franciscus Amatus Pouget ... ; aus der lateinischen Sprache in die deutsche übersetzet, und ... vermehrt von einem Priester aus dem Orden des heiligen Benedictus
Entstehung
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izo 3 Theil. 2 Abtheilung.

als unrein angesehen, für dessen Sünde man ein Opfer ver-richten mußte. Deßwegen dorfte Niemand bey den Opfern,welche ein jeder Priester für seine eigene Sünde verrichtete,und bey dem feyerlichen Opfer, welches der hoche Priestereinmal im Jahre für seine und des Volkes Unwissenheit, undzur Reinigung des Tabernackels verrichtete, von dem Flei-sche der Opferthiere essen ; sondern was nicht auf dem Altareder Brandopfer in das Feuer gelegel ist worden, das wurdealles ausser dem Lager verbrannt. (H)

F. Welche waren die unblutigen Opfer?

A. Es waren derselben drey Gattungen,

1. Das Opfer des Semmelmehls.

2. Das Opfer des verwiesenen Bockes , welcher in derhebräischen Sprache der Bock Hazazel genannt wurde.

z. Das Opfer des frey gelassenen Spähen.

Diesen kann als ein Anhang das Opfer des Weihrauchsund der Rauchwerke, und die Weingetränke, welche bey al-len Opfern waren , beygesetzet werden.

F. Wie wurde das Opfer des Semmelmehls verrichtet?

A. Es konnte auf dreyerley Art verrichtet werden.

1. Man nahm das Semmelmehl, brachte, und besprühe-te es mit Oele, und legete Weihrauch dazu: dieses übergabman den Priestern,aus welchen einer eine Handvoll des Mehlsund Oeles, und allen Weihrauch nahm , und auf den Altarder Brandopfer legete, damit es sollte verbrannt werden;was aber von dem Geopferten übrig war, das gehöret« denPriestern.

2. Man machete aus dem Semmelmehle ohne Sauer-teig Brode, die mit Oele bespritzet waren , oder mit Oele be-stochene Kuchen : diese opferte man dem Herrn , übergab siehernach dem Priester, welcher einen Theil davon auf den Al-tar der Brandopfer legete, und das übrige für sich behielt.

z. Der

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