7 Kapitel. 7 Absatz. rzr
Siebenter Absatz.
Ls wird bewiesen, daß in der Rieche ein äußerlichesund sichtbares Opfer sey.
F. Wie wissen wir, daß in der Kirche ein äußerlichesund sichtbares Opfer sei), welches man Gott bis an das En-de der Welt verrichten wird ?
A. Man weis dieses aus der heiligen Schrift und Erb,lehre.
F. Wie weis man dieses aus der heiligen Schrift ?
A. Es bezeugen dieses die Bücher des alten und neuenTestaments mit den beßren Beweisen.
Wir haben im alten Testamente Vorbilder iurd Weissa-gungen , durch welche dieses deutlichst vorgezeiget wird.
In den vorgehenden Absäßen (In dies. Kap. 5 und 6Abf.) habe ich die Vorbilder, nämlich das Opfer des Mel-chisedech und die jüdischen Opfer, gezeiget, durch welche daßes vorgestellet sey worden , sieht man aus dem , was ich ge-meldet habe.
Ißt muß ich was weniges von den Weissagungen reden«Unter diesen ist die deutlichste, welche man bey dem Mala-chias findk, und die also lautet: (Malach. i, io.) Ich ha-be an euch kein Gefallen , spricht der Herr der Heerschau-ren (zu dem jüdischen Volke) und ich will eine Gabe VONeuer Hand nicht äknehmen. l l. Denn von Aufgange derSonne bis znn, Niedergänge ist mein Namen groß unterden Völkern : und an allen Orten wird geopferet,und meinem Namen ein reines Opfer gebracht / weilmein Namen groß ist unter den Völkern, saget der Herrder Heecschaarcn. Es wird nicht ohne Nutzen seyn diese Wor-te nach der hebräischen Sprache also von Worte zu Wortebeyzubringen: Ich habe kein Wohlgefallen an euch , hatGort der Hecrschaaren gesaget, und Minchah (das ist, dasOpfer des Semmelmehls) will ich von euer Hand nicht an-nehmen; denn von Aufgange der Sonne bis zum Nieder-gänge derselben ist mein Namen groß bey den Völkerbund
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