7 Kapitel. 14 Absatz. iyz
mentalische Geniessung des AltarSgeheimnisseS an dem Opferwürden einen Theil nehmen. Theils weil sie auf eine voll-kommenere Weise deS Opfers, welches auch sie mit dem Prie-ster einigermassen zugleich verrichten., theilhaftig wären.
F. Wenn die Messe ein Opfer sowohl des Volkes alsPriesters ist, und der Priester nicht darfbie Messe lesen, ohneLaß er die sacramentalische Communion genieße: scheint es,daß die Communion des Volkes eben so nothwendig als jenedes Priesters sey, und man folglich jene Massen, bey wel-chen nur der Priester die sacramentalische Communion em-pfangt , nicht gutheißen solle.
Ä. Man muß die Messen , bey welchen nur der Priesterdie sacramentalische Communion genießt, gutheißen und lo-ben ; denn man muß auch diese Messen wahrlich als allge-meine ansehen, theils weil das Volk dabey geistlicherMeise communiciret ; theils aber, weil sie von einem öf-fentlichen Uirchendiener nicht nur für sich, sondern für alleGläubige, welche zu dem Leibe Christi gehören, verrich-tet werden. Also redet der Kirchenrath zu Trient. (8ess.22 8ncrik. Mss. c. 6.)
Und fürwahr solche Messen haben eben sowohl als dieOpfer des mosaischen Elefthes, bey welchen nur der Priestervon den geschlachteten Opferthieren aß, die wahre und gänz-liche Beschaffenheit eines Opfers. Sie sind ein wahres Ver-ehrnngs-Versühmlnge- Dank-und Erlangungsopfer. Zu die-sen unterschiedlichen Absichten des Opfers ist nicht nothwen-dig , daß das Volk sacramentalischer Weise communicire.
Es ist auch diese Weift die Messe zu lesen nicht was neues.Man find! derselben viele, und zwar sehr alte Beyspiele;wie man auch nicht liest, daß die Kirche jemals diese Gat-tung der Messe verworfen hat. Woher man derselben An-fang nehmen müsse, weis ich Nichts anderes anzugeben alsdie apostolische Uebrrgabe; wie ich dann schon oben (Im i rAbs. bey dem Buchst. (b2) gesaget habe, daß man alles je-nes , von dem mart versicheret ist , daß es überall beobach-tet , und von keiner Versammlung der Bischöfe ist vorge-ö Band, N schrie-