iri4 N. 279. Von den Sitten und
gleichsam verachten , und vil bequemer ge-macht werden, in Franßösische Verpflichtunggen sich einzulassen. Dahero, sagt man/hatder Cardinal Mazarin wohlbedächtlich dieFrantzosische Schneider, Schuhmacher,Perücken-Krauser, Sprachmerster, Acht-und Tantzmeister in andereEuropäische Län-der ausgeschickt, um selbe zu cultiviren,wiesie sagten, oder, wie andere meinen zu ver-eitlen. Ihr wallendes Blut macht sie inVenus-Sachen ziemlich gebrechlich,denen sieso gar einen schonen Namen der (-a^meriebeylegen. Man hat vffrers gemercket,daßwo sie in einen Land, darinn sie durch Kriegvile Menschen aus der Welt geschafft, einekurtze Zeit sich aufgehalten, der Schad durchihre Gegenwart reichlich wider ersetzet wor-den. Mit diesen hat genaue Verwandt-schafft erne Art Kranckheit, so bey ihnen larnzi-ulic'Anlsnte heisset, bey uns aber ihreneignen Namen tragt, sonst auch ivlslumdleapolitznum genennt wird.
5-Von Wissenschafften ob wohl sie durch-aus groffeLievhaber seynd, und seit k»nc>-1co I. mitungemeinenEyffer sich daraufge-legt, lieben sie doch nicht so fast die treffsinnl-ge und entzückte, dergleichen seynd die Neta-
pb/lic, Ikeoloßi» äcbolzckicz , b.o^ic Lec.
als vilmehr die angenehmere und thätliche,zum Ex. die Mathematik, Histori,Redkm>stund dergleichen. Zur Lateinischen Dicht-
Kunit