Betrachtung über die Gelehrtheit. 485
Zur Geschichte der Gelehrheit,mit etlichen Betrachtungendarüber.
I.
Betrachtung über die Gelehrtheitselbst.
^ blulv» 129.
Was die Gelehrtheit seye.
1. Was die Gelehrtheit seye scheinetzwar ausser Frag z^i seyn; bey reifferer Er-wegung aber findet sich in eigentlicher derenBestimmung nicht geringe Schwierigkeit.UberhauHts ist man gewohnt, nur die vorgelehrt zu halten, welche mit Schafftenund Bucheren ihre Arbeit haben; oder^ auch, welche auf denen Schulen das, wassie gehört, ergriffen haben. Solcher ge-stalt wäre eS bey einem Blinden um dieGelehrtheit gethan, als deme mit demLiecht des Tages die Anficht guter Schriff-^ ten untersaget ist.
Darum möchte man wohl auch dasWiderspiel behaupten, daß nemlich die Ge-lehrtheit in Schafften und Bücheren nichtnothwendig zu suchen, sondern niemandTheils«.V. /M. G g die