8.122. Von lournslen Zeitungen. 6lZ
druckt werden, oder was für Disputieren« tueoder da seye vorbevgangen. Der einige Nu-tzen dtser Zeitungen gehet dahm, daß manaus denen vilen vorkommenden Bücheren einoder andere heraus wähle, umb selbe gründ-lichzulernen, die übrige Sorge lasse man denenBuchhändlern über.
r.Wn seynd dahero denen, so dergleichenNachrichten von Büchern uns an den Taggeben, vor ihre Mühe sehr verbunden, inde-me sie uns eine erspahren, daß wir nicht alleBücher ehe selbst kauffen und durchlausterenmüssen, ehe wir auf eine Wahl uns entschlos-sen können. Wann nur auch die Redlichkeitund der Fleiß jederzeit gleiches Fusses miteinan-der fortwan derten. So zeiget es sich aber lei-der nicht selten, daß es hiemit eine ganhandereBewandmuß habe: dann bißweilen, damitman nur Blätter anfüllen möge, raffet man al-les zusamm, und beschäfftiget den Leser vil-mchr, als daß man ihn solle erletchtren- Eskommt offt ein Zeitungs-Schreiber darüber,welcher selbst mehr Liecht bedörffte. Zum öff-lrsten herrschen die besondere Neigungen: mantadlet was lobens werth war: man streichet her-fücworan doch nichts als mulmm clamons pz-rum lsn-e ist: man unterdrücket die Tugenden,und verhelet die Gebrechen: also daß man ausdiser Tag - Bücher Gebrauch öffterö htnkersLiecht grsühm oder wenigist irr wird, und aufdie letzt sich gmvthiget sihel auch nach durchle-Qq 4 senen